29.04.2011 - Schwerpunktübung Verkehrsunfall

"Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person" - Mit dieser Meldung wurden die Kameraden des Löschbezirks Tholey am Freitag Abend (29.04.2011) alarmiert.

Im Rahmen einer Schwerpunktübung zum Thema "Technische Hilfeleistung und Patientengerechte Rettung nach Verkehrsunfall" probten sie den Ernstfall. Nach mehreren theoretischen und praktischen Schulungen dazu in den letzten sechs Monaten standen nun zwei realistische Einsatzszenarien auf dem Programm. Dabei wurde die Feuerwehr von Mitarbeitern des DRK Kreisverband St.Wendel sowie der "Realistischen Unfalldarstellung" des DRK Ortsvereins Tholey unterstützt.

Im ersten Übungsbeispiel wurde ein Zweiradunfall angenommen, bei dem der Rollerfahrer im Beckenbereich unter dem unfallgegnerischen PKW eingeklemmt worden war. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wurde der Kradfahrer sowie die unter Schock stehende PKW-Fahrerin von Angehörigen des Feuerwehr-Ersthelferteams betreut und erstversorgt. Nach Untersuchung und Versorgung durch den Notarzt konnte der Zweiradfahrer schnell befreit und mit dem (fiktiven) Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen werden.
Gleich im Anschluss daran ertönte erneut die Alarmmeldung "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person". Diesmal wurde angenommen, ein mit drei Personen besetzter PKW sei mit einem Strommast kollidiert. Dabei wurde der Fahrer aus dem Fahrzeug geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle. Die Feuerwehr-Ersthelfer übernahmen zunächst die Betreuung der beiden Insassen. Die im Fond sitzende Person hatte durch den Unfall schwere Schädelverletzungen erlitten. Da sich ihr Zustand zunehmend verschlechterte, wurde hier in Absprache mit dem Notarzt eine Crash-Rettung zur sofortigen Befreiung durchgeführt. Für die Beifahrerin, die sich durch den Unfall Wirbelsäulenverletzungen zugezogen hatte, ordnete der Notarzt eine schonende, patientengerechte Rettung an. Dazu wurde das Dach des PKW entfernt und die Patientin mittels Spineboard aus dem Fahrzeug gerettet.
Ziel der realistischen Übung war es, die feuerwehrtechnischen Abläufe im Rahmen von Verkehrsunfällen zu verbessern, die Erstversorgung verletzter Personen und die Kommunikation und Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst zu trainieren.

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